Föhr Deichhof -- Die Insel Föhr

Karte der Insel Föhr
Karte der Insel Föhr (klick aufs Bild)

Was macht die Insel Föhr so besonders?

Die größte, nicht mit dem Festland verbundene deutsche Nordseeinsel ist gleichzeitig auch die grünste Insel. Ihre Vegetation konnte sich durch die geschützte Lage hinter Amrum und Sylt besonders gut entwickeln, weil sie nicht so stark den Stürmen der Nordsee ausgesetzt ist. Die 8.800 Die Bewohner leben von Tourismus, Ackerbau und Viehzucht, so dass die Insel auch außerhalb der Saison lebt und fast alle Geschäfte und einige Restaurants fast durchgehend geöffnet sind. 

Ein prachtvoller 15 km langer Sandstrand verläuft von Wyk im Südosten bis nach Utersum im Westen der Insel. Diese Küste ist ideal für Kinder, da sie ganz allmählich ins Wasser abfällt. Wo der Sandstrand aufhört, beginnt der Deich und mit ihm ein großartiges Vogelschutzgebiet mit einer Artenvielfalt, bei der keine andere Insel der Nordsee mithalten kann. Ein Paradies für Ornithologen! Hier finden Sie Austernfischer, Säbelschnäbler, Kiebitz, Brachvogel, Rotschenkel, Lach- Sturm- und Silbermöve, Flussseeschwalbe, aber auch Kormoran, Graureiher, Sumpfohreule und Kornweihe – um nur ein paar zu nennen. Eine Storchenkolonie verbringt hier sowohl den Sommer als auch den Winter. Auch Zugvögel wie der Knutt machen hier Station.  

An jeder Stelle des Ufers und am Strand bietet der unverstellte Panoramablick spannende Impressionen zu allen Seiten. Am Deich in Dunsum, dem westlichsten Punkt der Insel, kann man sich abends von den Atem beraubenden Sonnenuntergängen zwischen der Südspitze von Sylt und dem Nordzipfel von Amrum verzaubern lassen. Weiter Richtung Westen, am Strand von Untersum und bei Borgsum ist die Ostküste von Amrum zum Greifen nah. Geht man den Srand entlang weiter Richtung Nieblum, dem „schönsten Friesendorf“, tauchen die Halligwarften von Langeness wie U-Boote am Horizont auf. In  Wyk reicht der Blick von den Warften der Hallig Öland über Dagebüll auf dem Festland bis nach Dänemark.

Strandpromenade Wyk auf Föhr

Neben der Hauptstadt Wyk mit einer ansprechenden und frisch renovierten Strandpromenade, vielen Geschäften, Galerien und Restaurants gibt es 16 ursprüngliche Inseldörfer, die über die 82 m² große, runde Insel verstreut sind. Sie bezaubern mit dem besonderen Charme ihrer Reet gedeckten Häuser, farbenprächtigen Bauerngärten mit Stockrosen und Hortensienbüschen in allen Farbschattierungen. Wochen- und Handwerkermärkte wie der donnerstags in Oevenum locken mit kulinarischen und kunsthandwerklichen Angeboten der Insel. 

Sprechender Grabstein Insel Föhr

Drei beeindruckende Kulturdenkmäler auf Föhr sind die alten gotischen Kirchen in Nieblum, Boldixum und Süderende. Auf ihren Friedhöfen finden Sie "sprechende Grabsteine", die es nur auf Föhr, Amrum und den Halligen gibt.  Sie künden von der Vergangenheit der Ahnen als Fischer und Walfänger und erzählen vom Leben der Verstorbenen und ihrer Angehörigen. Diese zeitweise ausgestorbene Steinmetztradition wird seit einigen Jahren von einem jungen Düsseldorfer Steinmetz, der in Süderende seine Werkstatt eingerichtet hat, fortgesetzt.

Die einzigen Fischgärten, die früher über die ganze Insel verstreut waren, sind heute nur noch in Borgsum zu finden. Nur wer weiß, wofür diese weit ins Meer gesteckten Stöcke mit ihren Netzen gedacht sind, kann sie erkennen. Bei abfließendem Wasser bleiben die Fische hier hängen und können dann eingesammelt werden.  

Föhr ist ein Paradies für Fahrradfahrer. Die Insel verfügt über ein großartig ausgebautes Fahrradwegenetz, das sich über 150 km erstreckt.   

Viele Künstler haben sich in den vergangenen 200 Jahren mit der Insel und ihrer Umgebung intensiv beschäftigt. Sie haben ein ansehnliches Erbe hinterlassen, das die Tradition der Bevölkerung und ihrer Landschaften in Öl, Aquarell oder als Zeichnung aufleben lässt: Ingwer Paulsen, Otto H. Engel, Brar Brarsen, Emil Nolde und viele andere.  Einige Zeugnisse ihrer Arbeiten und weitere archäologische und viele weitere kulturhistorische Ausstellungsstücke sind im Friesenmuseum in Wyk zu bewundern.

Seit Juli 2009 gibt auch das Museum Kunst der Westküste in Alkersum, einem Ort, an dem viele der Künstler seinerzeit lebten, Aufschluss über die Kunst der Friesen und  der benachbarten Küstenländer -  von Norwegen über Dänemark im Norden bis Westfriesland in Holland. Herausragende Zeugnisse dieser Kunst  von 1830 bis 1930 finden sich in einem für diese Sammlung neu errichteten Reet gedeckten Museumsbau, in dem auch wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst präsentiert werden.

Ganz anders, aber durchaus empfehlenswert, weil so individuell und persönlich eingerichtet ist das Bauernmuseum in Oevenum, einem von einem privaten Paar geführten Haus, in dem der Besitzer persönlich sehr anschaulich und witzig durch die ehemalige Scheune führt und den Alltag und die Geschichte der Föhrer in der Vergangenheit mit vielfältigen Sammlungsstücken dokumentiert. 
 

Figur Krabbenfischer Wyk auf Föhr

Kulinarisch vielseitig zeigt sich die Gastronomie auf Föhr: viele Krabben- und Fischgerichte, Lamm und insgesamt vielseitig. Für jeden Geschmack findet sich etwas: von gutbürgerlich bis hin zu gehobener Gastronomie, auf die Hand oder mal eben am Stehtisch, Außenbewirtung mit selbst gebackenem Kuchen, aber auch in gepflegtem Ambiente an einem fürstlich gedeckten Tisch. Fündig werden Sie in auch in den kleineren Inseldörfern.

Aktivitäten: Föhr gilt als die Pferdeinsel mit dem Zentrum Alkersum. Sie bietet viele Möglichkeiten für Unternehmungen aller Art, Sport wie dem 24 Loch Golfplatz, Segeln, Windsurfing, Radfahren, Natur, Wandern, Tennis, Schwimmen, Fitness, Wellness mit vielfältigen Angeboten. 

Ausflüge auf die Halligen werden von der W.D.R. angeboten, regelmäßig mehrfach wöchentlich. Es lohnt sich, denn die Welt der abgeschiedenen Halligen ist einzigartig und für Naturfreunde ein besonderes Erlebnis. Ein besonderer Höhepunkt ist der Besuch des Königspesels, der guten Stube der Friesen, der auf Hallig Hooge und auch auf Langeness besonders eindrücklich ist. Ausgestattet mit kostbaren Fliesen wartet er mit Antiquitäten und Kuriosa auf - Souvenirs der Kapitäne zeugen von den vielen Reisen in exotische Länder.

Auch für Archäologen bietet Föhr Sehenswertes wie die drei bronzezeitlichen Grabhügel  - Tribergem -   bei Utersum oder die Lembecksburg, eine  95 Meter lange Wallburg aus der Wikingerzeit  ( 11. Jahrhundert ) zwischen Borgsum und Süderende gelegen. 

Man spricht deutsch und friesisch, eine eigene Sprache, die hier auch gepflegt wird, mit unterschiedlichen Ausprägungen, je nachdem, aus welchem Teil der Insel man stammt. Aber natürlich wird auch gepflegt Plattdeutsch gesprochen. Moin, moin ist die übliche Begrüßung (keine Anspielung an die Tageszeit, sondern eher  moi = schön (niederländisch) 

Wattwanderungen (hier gibt es auch archäologische, denn was heute rund um Föhr Meer ist, war früher einmal vor den großen Strumfluten (erste große Mandränke im Jahr 1362 und zweite große Mandränke im Jahr 1634) Festland.

Föhr ist die einzige Insel weltweit, in der es Wattwanderungen von Insel zu Insel gibt – von Dunsum im Westen Föhrs nach Amrum - eine Tagestour  mit Rückfahrt auf der Fähre.

Und wenn das Wetter mal nicht so gut sein sollte (hier ist es vergleichsweise oft  besser als auf dem Festland) gibt es für gestresste Eltern entweder Acqua Wyk, den Wellnessbereich mit Wellenbad, Solarien und Fitnessstudio oder den Fun Park für Kinder, zum Toben, Tollen und Spaß haben.

Kino, Antikläden sowie Galerien gibt es in Wyk.